DEW Museumsnacht 20.09.2008 – wie es niemals laufen sollte

September 21, 2008

Ich bin ein großer Fan der Museumsnächte in Dortmund. Die letzten 4 habe ich besucht, und hatte eigentlich immer meinen Spaß und tolle Sachen gesehen. Doch der Anfang von gestern war ernsthaft zum Kotzen.

Wir wollten ins Verlagszentrum der Westfälischen Rundschau nach Hagen, dazu fuhr der erste Bus um 14.15 Uhr von der DASA ab. Die S-Bahn, die uns pünktlich vom Hauptbahnhof hinbringen sollte fiel aus. Positiv daran war, dass die Bahn das schon 10 Mins vorher angeschlagen hatte. Sonst schaffen die das nie so früh, meistens wissen die erst 5 Mins nach geplanter Ankunft, dass die Bahn Verspätung hat… Da dachte ich mir, man gönnt sich ja sonst nichts und wir nahmen ein Taxi zur DASA.

Wir waren auch rechtzeitig da, doch als der Bus kam, erfuhren wir, dass es genau für diese Veranstaltung noch einmal extra ein Scheinchen geholt werden muss. Soweit ist das ja ok, wenn man extra eine Buslinie bis zu dem Verlagsdingen hat und nur 40 Leute in die Führung passen, aber es war nirgens ein Hinweis darauf zu sehen, dass man die Scheine hier oder da holen muss / kann. Wie ich finde eine beschissene Informationspolitik, von einem Veranstalter, der schon letztes Jahr dabei war. Ich hatte nicht mehr mit Kinderkrankheiten in der Organisation gerechnet.

Also gut, habe wir uns halt ein bischen aufgeregt über die Unfähigkeit der Hostessen. Wenn wir schnell genug gerannt wären, so wie die Hälfte der Leute, die den gleichen Informationsstand wie wir also auch keine Tickets hatten, so hätten wir sogar noch in den ersten Bus gekonnt. Aber so haben wir uns dann die Zeit in der DASA vertrieben. Das hätte schon mal stressfreier sein können für meinen Geschmack.

Also fuhren wir mit dem zweiten Bus um 15 Uhr zum Verlagszentrum der Westfälischen Rundschau. Dort angekommen durften wir uns noch 20 Minuten die Beine in den Bauch stehen, weil der Besucherraum abgeschlossen war, weil die Besucher vor uns ihre Sachen sarin gelagert hatten. Auch etwas, was man garantiert sinnvoller lösen kann. Doch die Gruppe vor uns hatte extreme Verspätung, weil keiner im Verlag an die Museumsnacht gedacht hatte. Die sind wohl überall vor verschlossenen Türen und dunklen Räumen gelandet. Ganz großes Kino!

Zu dem Zeitpunkt wurde mir klar, dass die Maschinen auch nicht in Betrieb sein werden, da ja der nächste Tag ein Sonntag sein würde… Hätte ich zwar nicht erwartet, denn es gibt immer was zu drucken, und seinen es nur Prospekte, aber naja. Aber wenn man denkt es könnte nicht schlimmer kommen, ihr wisst schon. Die Führung war sowas von schlecht. Die Hostess wusste gar nichts. Das was sie erzählte kann sich jeder selber zusammenreimen, der mal eben zwei-drei Seiten über das Thema liest. Und selbst dabei hat sie noch Blödsinn erzählt. Die ganze Gruppe wollte nur noch zurück.

Das ging aber nicht so schnell, wie wir uns das gewünscht hätten. Denn der Bus war defekt. Die Leute hatten als Entschuldigung auch schon ein kleines Lunchpaket geschnürt für jeden, was den Defekt wieder gut machte, aber der Rest ist immer noch offen. Einziger Trost, die Gruppe vorher musste wohl länger auf nen Bus warten als wir, weil unser Bus, mit dem die zurück wollten wohl der kaputte war.

Soviel zu dem total Reinfall Verlagszentrum. Es ist keinem bei der Museumsnacht zu empfehlen, zumal schon allein die Druckpressen aus sind. Da sollte man lieber eine Führung nehmen, die an einem Wochentag statt findet, am Besten zum Abend hin. Und verlangt dabei dann bloß den Opa, die Tussi weiß gar nichts.


S-Bahn, Bahnsteige und Chinesen

Februar 20, 2008

Ich weiß nicht, wer von uns beiden komischer aus der Wäsche geguckt hat, aber es war auch schon etwas überraschend. Nein, nicht das die S1 pünktlich war, obwohl das auch nicht häufig vorkommt, sondern dieser Aha-Effekt beim einsteigen.

Neben mir war eine kleine Chinesin und gerade als wir beide zeitgleich den Zug betretten wollten, sah ich auf einmal aus dem Augenwinkel, dass die die junge Frau plötzlich weg war und ein Kaffeebecher durch den Zug rollte. Da guck ich nach links unten und was sehe ich da? Da ist die quasi komplett zwischen Bahnsteig und S-Bahn in dem kleinen Spalt verschwunden.

Aber außer einem verschütteten Kaffee ist wohl nix weiter passiert. Jedenfalls konnten wir ihr leicht wieder raus helfen.

Was heißt wohl Rumpelstilzchen auf chinesisch?


Nachklausur

Januar 24, 2008

Heute mal wieder eine Geschichte zu Pädagoginnen-Klischees :D (ja ich hab einfach geraten und pack die beiden folgenden Damen in diese Schublade)

Ich sitze total verschlafen in der S-Bahn und hoffe meine Klausur heute wird erträglich, da bekomme ich das Gesrpäch zwischen zwei Mädels mit. Die beiden sind, wie ich, total im Klausurstress:
Mädel 1:

Hast du schon gehört, die Klausur wurde verschoben. Der Termin ist jetzt der Termin der Nachklausur. DIe Erstis hatten sich beschwert, dass der 29.2. viel zu früh ist. Jetzt schreiben wir am 4.4.

Mädel 2:

WAS? Aber das ist doch gar nicht zu früh.

(Wo ich in meinem jugendlichen Leichtsinn ihr sogar zustimmen muss. Obwohl ich natürlich den Klausurplan der Erstis nicht kenne, von daher nur unter Vorbehalt…)

Mädel 1:

Ja doch. Die haben das durchgesetzt, und nun schreiben wir die Nachklausur

(Achtung: hier beginnt der Denkfehler!)

Mädel 2:

Stimmt, dann wird die ja viel schwerer! Ich weiß gar nicht, wie wir das schaffen sollen :( (

So, nun mal Klartext:
Bitte wie doof sind wir denn als Student denn heutzutage?? Nur weil es der Termin der Nachklausur ist, ist es noch lange keine Nachklausur, vor allem, wenn sie auf den Termin nur verschoben wird.

Und dann sind die Gerüchte über Nachklausuren eh viel zu überbewertet. Sicher viele Profs machen sich nen Spaß draus, die Nachschreiber härter dranzunehmen als die anderen, aber es gibt ebenso Profs, denen das total schnuppe ist. Eine Verallgemeinerung ist da echt übertrieben. Hier muss ich natürlich gestehen, dass ich die Vorlesung nicht kenne, aber ich konnte eindeutig erlauschen, dass es nicht um eine bestimmte Nachklausur ging, sondern allgemein debattiert wurde.


Die Bahn und Investitionen

Januar 3, 2008

Heute nun auch mal wieder eine Geschichte von mir:

Die Bahn hat ja wiedermal die Preise erhöht, solche bösen Streiks kosten ja auch Geld. Ich konnte auf dem Weg zur Arbeit nun live erleben, wozu die ausgegeben werden. Ihr werdet es nicht glauben!! Die Ansagen in der S-Bahn sind neu aufgenommen.

In Dorstfeld Süd wird die DASA nun explizit angesagt. Wahrscheinlich weil zu oft irgendwelche Schüler auf dem Ausflug dahin falsch ausgestiegen sind, weil die sich nur noch an Dorstfeld erinnern konnten ^^.

An an der Uni spaart man sich jetzt die Richtungen Eichlinghofen und Technologiepark, die über die H-Bahn zu erreichen sind, anzusagen. Statt dessen kommt nur noch der Hinweis auf die H-Bahn.

Ich weiß nur nicht was das bringen soll. Große Unterschiede gibt es nicht. Die Lautsprecherdurchsagen erinnern mich immernoch an den Exorzisten, wenn sie auftauchen. Dorstfeld als Station an sich ist eine Ruine. Ich wüsste gern was die da die letzen Monate so unheimlich gebaut haben und nun wohl fertig damit sind. Die Züge halten ja nun wieder auf der vorher abgesperrten Seite, aber besser sieht es in keinster Weise aus. Wer da umsteigt muss immer noch um sein Leben fürchten.

Naja, aber ich verstehe bestimmt nicht die großen Zusammenhänge die dahinter stecken. Und mit Geld können sie bei der Bahn bestimmt besser umgehen.


Vorkurs Mathematik

November 30, 2007

Reckes Bahngeschichte erinnerte mich an eine, die mir mal passierte. Das ist zwar schon lange her, aber sowas vergisst man einfach nicht.

Zwei Jungstudenten unterhalten sich auf dem Weg zur Uni. Es ist noch keine Vorlesungszeit, aber die Vorkurse haben schon gestartet. Die beiden, die ich belauschen darf (sitzen eine Bank weiter) sehen eher nicht wie Studenten aus, die einen Vorkurs besuchen. Meines Wissens hat der Fachbereich für Wirtschaftswissenschaften sowas gar nicht, denn dorthin würde ich die einordnen. Aber man lernt ja nie aus. Die Beiden besuchen also den Vorkurs Mathematik.

Ich hatte auch schon mal das Vergnügen, daran teilzunehmen, weiß also ungefähr wovon die reden. Auf jeden Fall meinte der Junge total selbstischer zu seiner hübschen, blonden Begleiterin, die über den Übungen brütet:

Also wenn das schon alles ist, was wir können müssen, dann wird das Studium total easy. Das hatte ich ja schon alles in der Schule. Die Übungen mache ich mit links.

Dem hätte mal einer sagen müssen, dass im Vorkurs Dinge unterrichtet werden, die Vorraussetzung für das Studium sind. Ich will den man sehen, wie er anfängt zu beweisen, dass der Vektor im R^n orthogonal zu einem anderen Vektor ist ^^


Missratene Mütter

November 27, 2007

Das kommt davon, wenn man sich einmal denkt „ach heute lass ich die erste Vorlesung mal sausen“. Ich hatte sogar einen richtig guten Grund, der Niesanfall heute morgen war nicht ohne. Da ist man erst mal ne halbe Stunde platt danach und hat die S-Bahn eh längst verpasst…

Da steh ich dann also frisch ausgeschlafen (nochmal ne Stunde hinlegen hats voll gebracht :) ) am Bahnsteig und warte auf die, sich natürlicherweise verspätende, S-Bahn. An sich ja nix Neues für den einsamen Fahrer. Doch die ganze Zeit habe ich einen Geräuschpegel am Ohr, der mich schon auf die Fahrt zur FH freuen lässt:

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Wahre Worte

November 16, 2007

Es ist zwar schon einige Zeit her, aber eine tolle Erinnerung zum Thema S-Bahn fahren:

Zwei Studentinnen (Soziale, Pädagoginnen, … ?) unterhalten sich lautstark in der S-Bahn. Wer sich umschaut, wird bemerken, dass so ziemlich jeder in der Bahn das Ohr in deren Richtung hat und innerlich einfach nur den Kopf schüttelt, bei den Geschichten, die sich die zwei erzählen. (wer damit nichts anfangen kann, sollte einfach spontan mal S-Bahn fahren, in den ersten 5 Minuten sollte sich diese Situation ergeben). Man verzeihe mir, dass ich das genaue Thema verdrängt habe.

Auf einmal steht ein älterer Herr auf, augenscheinlich weil er gleich aussteigen will. Doch er geht zu den Damen hin und sagt zu ihnen etwas lauter: „Merken sie eigentlich nicht, welches Stuss Sie hier erzählen? Sie unterhalten die ganze Bahn mit Ihrem dümmlichen Gequatsche!“; und steigt aus.

Es hat mich sehr viel Kraft gekostet nicht loszulachen, sonst hätte ich applaudiert. (die anderen Mitfahrer in der Bahn wirkten ähnlich)