Ich bin ein großer Fan der Museumsnächte in Dortmund. Die letzten 4 habe ich besucht, und hatte eigentlich immer meinen Spaß und tolle Sachen gesehen. Doch der Anfang von gestern war ernsthaft zum Kotzen.
Wir wollten ins Verlagszentrum der Westfälischen Rundschau nach Hagen, dazu fuhr der erste Bus um 14.15 Uhr von der DASA ab. Die S-Bahn, die uns pünktlich vom Hauptbahnhof hinbringen sollte fiel aus. Positiv daran war, dass die Bahn das schon 10 Mins vorher angeschlagen hatte. Sonst schaffen die das nie so früh, meistens wissen die erst 5 Mins nach geplanter Ankunft, dass die Bahn Verspätung hat… Da dachte ich mir, man gönnt sich ja sonst nichts und wir nahmen ein Taxi zur DASA.
Wir waren auch rechtzeitig da, doch als der Bus kam, erfuhren wir, dass es genau für diese Veranstaltung noch einmal extra ein Scheinchen geholt werden muss. Soweit ist das ja ok, wenn man extra eine Buslinie bis zu dem Verlagsdingen hat und nur 40 Leute in die Führung passen, aber es war nirgens ein Hinweis darauf zu sehen, dass man die Scheine hier oder da holen muss / kann. Wie ich finde eine beschissene Informationspolitik, von einem Veranstalter, der schon letztes Jahr dabei war. Ich hatte nicht mehr mit Kinderkrankheiten in der Organisation gerechnet.
Also gut, habe wir uns halt ein bischen aufgeregt über die Unfähigkeit der Hostessen. Wenn wir schnell genug gerannt wären, so wie die Hälfte der Leute, die den gleichen Informationsstand wie wir also auch keine Tickets hatten, so hätten wir sogar noch in den ersten Bus gekonnt. Aber so haben wir uns dann die Zeit in der DASA vertrieben. Das hätte schon mal stressfreier sein können für meinen Geschmack.
Also fuhren wir mit dem zweiten Bus um 15 Uhr zum Verlagszentrum der Westfälischen Rundschau. Dort angekommen durften wir uns noch 20 Minuten die Beine in den Bauch stehen, weil der Besucherraum abgeschlossen war, weil die Besucher vor uns ihre Sachen sarin gelagert hatten. Auch etwas, was man garantiert sinnvoller lösen kann. Doch die Gruppe vor uns hatte extreme Verspätung, weil keiner im Verlag an die Museumsnacht gedacht hatte. Die sind wohl überall vor verschlossenen Türen und dunklen Räumen gelandet. Ganz großes Kino!
Zu dem Zeitpunkt wurde mir klar, dass die Maschinen auch nicht in Betrieb sein werden, da ja der nächste Tag ein Sonntag sein würde… Hätte ich zwar nicht erwartet, denn es gibt immer was zu drucken, und seinen es nur Prospekte, aber naja. Aber wenn man denkt es könnte nicht schlimmer kommen, ihr wisst schon. Die Führung war sowas von schlecht. Die Hostess wusste gar nichts. Das was sie erzählte kann sich jeder selber zusammenreimen, der mal eben zwei-drei Seiten über das Thema liest. Und selbst dabei hat sie noch Blödsinn erzählt. Die ganze Gruppe wollte nur noch zurück.
Das ging aber nicht so schnell, wie wir uns das gewünscht hätten. Denn der Bus war defekt. Die Leute hatten als Entschuldigung auch schon ein kleines Lunchpaket geschnürt für jeden, was den Defekt wieder gut machte, aber der Rest ist immer noch offen. Einziger Trost, die Gruppe vorher musste wohl länger auf nen Bus warten als wir, weil unser Bus, mit dem die zurück wollten wohl der kaputte war.
Soviel zu dem total Reinfall Verlagszentrum. Es ist keinem bei der Museumsnacht zu empfehlen, zumal schon allein die Druckpressen aus sind. Da sollte man lieber eine Führung nehmen, die an einem Wochentag statt findet, am Besten zum Abend hin. Und verlangt dabei dann bloß den Opa, die Tussi weiß gar nichts.
- Tote Hose
- noch mehr tote Hose
- Papier



Verfasst von Brandenburgerin
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