Ich will ja nichts sagen, aber der heutige Tag war schon irgendwie komisch.
Als erstes hätte ich beinahe verschlafen. Also nix wie aus dem Bett und schnell unter die Dusche gesprungen und los. Und wofür? Für eine Veranstaltung, die ich besser hätte nachlesen können - und ja, die Textform hatte ich!
Aber macht ja nix - ich brauche ja keinen Schlaf.
Dann kam heute mittag eine lustige Veranstaltung. Ich hatte mich da mal angemeldet, obwohl ich laut Beschreibung nicht zur Zielgruppe gehöre. Was will ein E-Techniker schon bei einer Logistik Veranstaltung. Aber ich habe immerhin 3 E-Mails bekommen, ich solle mich doch dort anmelden. Könnte natürlich etwas damit zu tun haben, dass ich an einem Lehrstuhl arbeite, der unmittelbar damit zu tun hat und dessen Prof rein zufällig auch noch sehr eng mit einem der Premium Sponsoren verbandet ist?
Egal, ich war also da. Und was gibt es jetzt zu berichten, vom ersten offiziellen Logistik Tag in Deutschland, Treffpunkt Signal Iduna Park Dortmund?
Wer jetzt noch nicht die Lust verloren hat, liest hier weiter:
Nachdem wir ja jetzt hier schon einen Kurs zum anpassen von Grafiken an Statistiken hatten, hier mal ein kleiner Exkurs, wie man mitreißende Powerpoint Präsentationen erstellt:
Diesmal widme ich mich dem unappetitlichsten Thema im Zusammenhang mit der Bib - den Toiletten.
Wie kann man Sanitäranlagen in so einem desolaten Zustand lassen?? Die Spülungen funktionieren z.B. nicht vernünftig. Das heißt entweder ist es ein permanenter Wasserschwall, der das Klo runterspült, oder die Dinger gehen gar nicht. Im seltensten Falle laufen die Spülungen so, wie man sich das vorstellt und wünscht. Dann kommen noch diese dämlichen Pusteteile, die die Hände trocknen sollen. Mal ehrlich, wer benutzt diese Teile gerne? die Geräuschbelästigung ist in den Lesesälen vor allem enorm dadurch. Und ich würde gerne mal die Klinke drücken können, ohne dass ich ne nasse Hand dabei bekomme, weil wiedermal einer nicht die 15 Minuten gewartet hat, bis die Hände trocken waren. Papiertücher wären echt eine Entlastung.
Kommen wir zu den Nutzern der Bib. An sich sind die meisten dort sehr nett und ich hab auch schon einige Freunde gefunden, die ich immer wieder mal sehe. Dann tauscht man sich aus und spricht sich gegenseitig Mut zu
Die Uni Dortmund an sich ist ja eine recht große Einrichtung. Die Verantwortlichen selbst vergleichen es mit der “Dimension einer Kleinstadt” (Link). Wenn man das liest, und weiß, wie es ist an der Uni zu studieren, wird man schon ein wenig wehmütig.
Neulich hat mir jemand erzählt, sein Arzt hätte ihm empfohlen, nicht mehr in der Bib zu lernen. Warum wohl, werdet ihr euch fragen. Dazu muss man wissen, dass das Bibliotheks Gebäude in den 70ern gebaut wurde. Die Klimaanlage darin wird nicht jünger sein, fürchte ich. (man spart ja, wo man kann…)
Da haben wir also den nächsten Streik in Deutschland. So langsam erreichen die hier eine fast schon südländische Quote
Heute trifft es auch mal wieder mich. Denn in ihrer endlosen Weisheit, haben die Jungs und Mädels beschlossen, die öffentlichen Einrichtungen der Universität TU Dortmund zu bestreiken. Das heißt also für die Studierenden: Nix zu essen, nix zu trinken, nix zu rauchen.
Haben die eigentlich den Arsch auf? Ich hab ja nix dagegen, dass die Streiken. Aber warum zur Hölle kommen die auf die Idee, dass es was bringen würde, an der Uni zu streiken? Jetzt zahle ich schon jedes halbe Jahr eine Strafe von 500€ extra, damit ich studieren darf und bekomme dafür keinen Cent mehr an zusätzlicher Gegenleistung und dann kommen die auch noch auf die Idee, an einer Uni, die quasi mitten auf der grünen Wiese steht, die wenigen vorhandenen Versorgungseinrichtungen zu bestreiken.
Aber natürlich wird nicht nur die Uni bestreit, sondern nebenbei auch noch die Kindertagesstätten - nicht minder bescheuert, eine derartige, selektive Bestreikung. Es trifft dort mal wieder genau die, die am wenigstens dafür können, dafür aber am stärksten drunter leiden. Wenn schon im öffentlichen Dienst gestreikt wird, dann sollte es meiner Meinung nach auch dort passieren, wo es nach Möglichkeit auch den größten Teil der Öffentlichkeit trifft, also zum Beispiel bei der Müllabfuhr - aber die waren heute morgen schon sehr früh auf den Beinen…
Danke für gar nix und wenn ich mir mal gezielt Bevölkerungsgruppen vergraulen möchte, dann werde ich demnächst bei Ver.di nachfragen. Die wissen anscheinend ganz gut, wie es geht.
Da habe ich doch glatt den tollen Automaten vergessen zu erwähnen, der im Foyer der Bib hängt. Der wechselt doch tatsächlich entweder 2 * 1 € Münzen oder 4 * 50ct Münzen zu einem 2€ Stück. Wahnsinn! Leider konnte ich nicht testen, was er mit einem 1€ und zwei 50ct Stücken macht…
Und von Geldscheinen will ich hier gar nicht erst anfangen. Also im Prinzip nette Idee, doch nicht zu Ende gedacht. Denn wenn ich mir erst nen Schein wechseln lassen muss, brauch ich dann nicht mehr zum Automaten rennen.
Als erstes sind die Schließfächer dran. Mal abgesehen davon, dass es einfach zu wenige sind. Bei über 20000 Studenten sind es vielleicht 500 Fächer. Die genaue Zahl habe ich nicht im Kopf, aber die Fächer sind immer chronisch besetzt. Man darf aber natürlich keine Taschen und Jacken in die Bib mitnehmen, das heißt es liegen dutzend Taschen und Jacken im Eingang, ohne Aufsicht. Den Angestellten ist es egal, wie man die Problematik löst. Die Hauptsache ist, sie weisen einen darauf hin, dass man nichts mit hineinnehmen darf. Und dabei sind die Bücher doch alle elektronisch gesichert, wie im Laden. Und da sollte man wie im Laden das auch handhaben. Da darf ich auch die Tasche mitnehmen. Klar kommt dann immernoch etwas abhanden, aber das schafft man in der Bib auch, wenn man das Buch unbedingt haben will. Zumindest hört man immer wieder von Diebstählen.
In jedem Klausurzeitraum lerne ich in der Bibliothek der Uni Dortmund. Dort habe ich mehr Ruhe und halt auch nichts Besseres zu tun als zu lernen, was zu Hause nie klappt. An sich ist das Lernen dort recht ok, wenn man davon absieht, dass der Bau aus den 70ern stammt . Aber einige Dinge gehen mir schon seit Jahren aufm Keks, die ich hier gerne unters Volk bringen möchte.
Die Bibliothek sollte sich mehr als Dienstleistungsunternehmen verstehen und nicht den Studenten so viel Frust bereiten. Was genau das alles beinhaltet erläutere ich in den nächsten Beiträgen.
Und ja, ich muss grad lernen Sonst würde mir nicht so viel Kram einfallen, der viel toller ist