Der Staat und wie er seine Bürger unterstützt – Teil 4

Ich hätte ja nicht gedacht, dass nochmal so schnell ein Artikel über Kinder und Zuschüsse kommt, aber nun gut. Im Superwahljahr ist ja alles möglich. DerWesten berichtet heute über die Vision von 500€ pro Kind im Monat. Alternativ sollen alle Kindsozielleistungen abgeschafft werden. Also bündeln die 500€ den gesamten Aufwand.

An sich ja keine schlechte Idee, nur ein kleiner Haken kommt bei der Versteuerung:

«Damit könnte der Staat zeigen, dass ihm alle Kinder gleich viel wert sind», sagte Reckmann. Die neue Leistung würde versteuert. Damit bliebe armen Familien meist die ganzen 500 Euro, während Gutverdiener nur einen Teil behalten würden. Trotzdem hätten fast alle Familien mehr als bisher, sagte Kinderschutzbund-Präsident Heinz Hilgers.

Wie zeigt ein Staat, dass ihm alle Kinder gleich viel wert sind, wenn er die Eltern vorschiebt und dort zeigt, dass ihm diese nicht gleich viel wert sind? Also wenn diese Sache, dann doch bitte ohne Besteuerung. Dann fällt vielleicht auch das kleine „fast“ aus dem Satz über mehr Geld in der Familie raus. Und warum sollte man Gutverdiener bestrafen? Da steht doch immer noch der Vorwurf der Politik an diese Menschen im Raum, sie würden zu wenig Kinder zeugen.

Aber wahrscheinlich ist das nur heiße Wahlkampfluft und verfliegt bald wieder.

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