Telefon, Schneidbrett, Nudelwasser

Eine Kombination, die erstmal ziemlich harmlos klingt. Und in 99,999% aller Fälle auch harmlos ist. Nicht jedoch am gestrigen frühen Abend in meiner Küche…

Ich war also gerade dabei, die Kochlöffel zu schwingen, als mein Telefon klingelte. Also, schnell noch den Topf auf den Herd und angemacht, damit das Nudelwasser schon mal heiß werden kann und dann ab zum Telefon. Kurz nach ende des Telefonats dachte ich mir, irgendwas riecht hier komisch, wollte dann mal einen Blick auf mein hoffentlich schon kochendes Nudelwasser werfen, aber das war noch ziemlich kalt. Dafür stand das Schneidbrett, in Flammen…

Nach einer kurzen Löschaktion, und einem immer noch anhaltenden Lüftungsvorgang, habe ich mal ein paar Fotos gemacht, wie das ganze danach aussah:

Der HerdSchneidbrett

Die Pfanne, die man auf dem ersten Bild sieht, ist übrigens hinüber, die habe ich missbraucht, um die Flammen auf dem Herd zu ersticken - denn merke: nicht nur brennendes Öl sollte man nicht mit Wasser löschen, auch flüssiger Kunststoff sollte nicht mit Wasser in Berührung kommen…

20 Antworten zu “Telefon, Schneidbrett, Nudelwasser”

  1. brandenburgerin sagt:

    ürkse

    mein anruf kann es nicht gewesen sein, da hieß es ja, dass du fast eingeschlafen wärst ^^

  2. recke sagt:

    Nee, da war auch schon längst alles geschehen…

  3. Smartlady sagt:

    Gut, dass du so schnell reagiert hast! Ich für meinen Teil hätte nicht gewußt, dass man Kunststoff nicht mit Wasser löschen kann! Nochmal Glück gehabt würd ich sagen!

  4. gnimli sagt:

    Wieder ein Punkt mehr für die Benutzung von Holzbrettern :-)

  5. brandenburgerin sagt:

    na toll, du meinst also holzkohle hätte man besser löschen können und der gestank wäre nicht so penetrant?

  6. recke sagt:

    @Smartlady: Das wusste ich vorher auch nicht… Das habe ich im Selbstversuch heraus gefunden. Jedenfalls deute ich den vermehrten Funkenflug so

  7. recke sagt:

    @brandenburgerin: Holzkohle hätte man zum grillen weiter verwenden können. Bei dem Plastik ist das eher nicht empfehlenswert… Obwohl sich das gut als Grillanzünder machen würde. Brennt echt hartnäckig das Zeug.

    Aber einen Vorteil hat das bis jetzt (wenn der Geruch noch weg geht): Meine Holzarbeitsplatte ist jetzt zwischen Herd und Spüle nicht mit so einem Ökoholzöl versiegelt, sondern mit Kunststoff.

  8. edge0815 sagt:

    Da sieht mans mal wieder: Frauen an den Herd, dann passiert sowas nicht ;-)

  9. recke sagt:

    @edge: Naja, ich will ja was leckeres essen :-) In diesem Fall hätte es ja schon gereicht, wenn man der Frau das Telefon weggenommen hätte - was eh eine gute Idee ist ;-)

  10. brandenburgerin sagt:

    mutti?

  11. ehefrau sagt:

    mich als hausfrau würd ja jetzt doch mal interessieren, wie lange du gebraucht hast, um den herd wieder benutzbar zu kriegen? :mrgreen:

  12. recke sagt:

    Ne, meine mir angetraute… Die wollte mal ausprobieren, ob die neue Telefonnummer auch wirklich stimmt, oder ob ich sie nur loswerden wollte…

  13. recke sagt:

    @ehefrau: Naja, das kann ich sagen, wenn ich damit fertig bin :-) Heute morgen, nachdem das ganze abgekühlt war, konnte ich zumindest das meiste einfach abwischen. Nur das, was auf der Herdplatte selber ist, scheint etwas hartnäckiger zu sein. Da gehe ich heute Abend mal mit so einem Ceranfeldschaber dran. Dann weiß ich mehr.

  14. Muschelschubserin sagt:

    Woah, heftig! Das erinnert mich an den Anruf, den ich mal bei der Arbeit bekam. Es brenne zu Hause, es sei niemand da, ich solle schnell kommen, die Feuerwehr sei schon da. Ich malte mir schon aus, statt meines zu Hauses nur noch ein rauchendes Häufchen Asche vorzufinden. Dann stellte ich fest, dass “nur” die Mülltonne draußen lichterloh gebrannt hat. Weil der dicke fette Holzklotz, den ich am Abend zu vor als Herdfeuer-Grundlage benutzt hatte, ganz tief innen drin weitergekokelt hat, nachdem das Feuer aus war und die Haushaltshilfe meiner Eltern den in die Tonne geworfen hat. Der Anblick der Mülltonne ähnelte dem deines Herdes: Das einzige, was übrig geblieben ist, war ein großer grauer Plastikkleks auf dem Boden mit zwei Griffen drauf. :D

  15. recke sagt:

    Oh, bei Anruf und Feuerwehr schon da, fällt mir eine andere Geschichte ein. Irgendwann werde ich mal den Zusammenhang zwischen Subrosa, Spülmaschine, Kleine Bierkutsche und Laminat aufzeigen…

  16. brandenburgerin sagt:

    arg!
    damals hatte das subrosa noch auf, wenn man was trinken wollte ;)

  17. recke sagt:

    @ehefrau & alle anderen, die es interessiert: Der Rest der Pampe, die sich nach dem Abkühlen nicht wegfegen lies, also alles, was sich direkt auf der Platte eingebrannt hat, ließ sich in ca. 15 min mit einem Schaber entfernen. Dann muss man eventuell noch etwas Zeit einplanen, den Rest des Ceranfeldes so sauber zu kriegen, wie die eine Platte, die man so sorgfältig gesäubert hat. Das Dingen geht jetzt auf jeden Fall wieder für neu durch…

  18. brandenburgerin sagt:

    immerhin haste das vernünftig abbekommen. jedesmal den gestank, wenn man kochen will, stelle ich mir toll vor -.-

  19. recke sagt:

    Also dann hätte ich das Dingen entsorgt… Ist bestimmt auch nicht gesundheitsfördernd, was da so entsteht…
    Aber ich kann jetzt endlich auch wieder die Fenster zu und die Heizung an machen…

  20. thomasbauer sagt:

    was hast du dann heute eigentlich gegessen?

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