Hildebrandt vs. Schmidt

Gestern lief bei Maischberger eine überraschende Sendung. Dieter Hildebrandt und Harald Schmidt in einer Talkshow. Das verspricht viel und man erhofft sich einiges. Es hätte so schön sein können, jedoch wurde es komplett gegen die Wand gefahren…

Die erste Frage, die sich stellt: “Wer kommt auf die Idee, die beiden Jungs bei Maischberger einzuladen?” Die Frau war vom ersten Moment an überfordert und hat die meisten Aussagen und Witze nicht begriffen.

Es ist schon mutig Hildebrandt und Schmidt und eine Sendung zu schicken, und es könnte auch ne gute Sendung werden, wenn man vernünftig recherchieren und nicht falsche Fragen stellen würde. Keiner der beiden hatte etwas zu promoten oder vorzustellen, was schon einen Plusounkt wert ist, aber beide kamen nicht so richtig in Fahrt. Die Moderatorin hätte man auch gleich weglassen können, dann wäre das Gespräch besser gelaufen. Immer wieder zu unterbrechen und das Gespräch woanders hinzulenken hat mal sowas von genervt.

Und dann stimme ich dem Spiegel Artikel noch zu: woher zum Teufel kommt der Bezug zu dem Regisseur, der auf einmal mit in der Runde saß? Das war mehr als verwirrend. ok, er hat nen Film mit Hildebrandt gemacht, aber deshalb die letzte halbe Stunde dann nur noch mit Vertriebenengeschichten zu füllen halte ich für fragwürdig.

Am Ende bleibt ein verwirrter Zuschauer zurück, der nur noch zwei Gemeinsamkeiten bei den beiden Herren ausmachen kann: die Flüchtlingsvergangenheit und das “dt” im Namen. Wieder ein Beispiel schlechter Moderatorenkunst. Man unterbricht Dieter Hildebrandt einfach nicht!!! (siehe Beckmann mit Loriot, genau der selbe Mist)

Ich war jedenfalls sehr enttäuscht und Schmidt und Hildebrandt hatten sich das bestimmt auch anders vorgestellt.

8 Antworten zu “Hildebrandt vs. Schmidt”

  1. edge0815 sagt:

    Dann muss ich ja nicht ganz so traurig sein, das ichs verpasst hab.

  2. brandenburgerin sagt:

    jipp (ist das nicht traurig? also sich freuen, dass man es verpasst hat? verkehrte welt… ;)

  3. gnimli sagt:

    Ein paar mal fing es ja an gut zu werden, nur damit die blöde Maischberger das beginnende gespräch wieder mit einer dämlichen “provokanten” Frage unterbrechen konnte.

  4. freddy sagt:

    Klar, wenn man mit den entsprechenden Vorurteilen an so eine Sendung ran geht, kann nicht viel Besseres dabei herauskommen - Maischberger ist überfordert etc.
    Es war eine durchaus interessante Sendung mit lohnenswerten Gedanken. Wenn man nicht mit kommt und nichts versteht (Regisseur, Vertriebene, Schmidtspende) sollte man besser keinen Blogeintrag dazu machen!

  5. edge0815 sagt:

    Loriot beim Beckmann fand ich auch schrecklich, der arme Vicco… da ist die Beckmann Parodie von ‘Switch Reloadet’ schon sehr passend.

  6. recke sagt:

    Ich muss ja mal gestehen, dass ich normalerweise Maischberger nicht gucke, gestern aber hängen geblieben bin, als ich die Gäste gesehen hab.
    Der erste Teil war eigentlich noch ganz gut, bis zu dem Punkt, als sich die Maischberger auf die Vertriebenengeschichten und das politische Lager eingeschossen hatte. Da hät ich der am liebsten einfach eins aufs Maul gegeben, damit die mal die Klappe hält. Die hatte eh nix zu sagen in der Sendung.

  7. brandenburgerin sagt:

    @freddy: wer hat von vorurteilen gesprochen? ich habe am anfang gar nicht gemerkt, dass es maischberger war, ich hatte nur reingezappt und bin hängengeblieben.

    die lohnenswerten gedanken sind ja auch ok, aber waren nicht das hauptthema der sendung. (bzw. sollten eigentlich nicht hauptthema sein)

  8. brandenburgerin sagt:

    @freddy: wer hat von vorurteilen gesprochen? ich habe am anfang gar nicht gemerkt, dass es maischberger war, ich hatte nur reingezappt und bin hängengeblieben.

    die lohnenswerten gedanken sind ja auch ok, aber waren nicht das hauptthema der sendung. (bzw. sollten eigentlich nicht hauptthema sein sondern wurden dazu innerhalb der sendung gemacht)

Eine Antwort hinterlassen