Eine Zugfahrt die lustig…

Wir leben ja mittlerweile in einer Zeit, in der man es gewohnt ist, dass alles und jeder von Computern und Netzwerken kontrolliert, gesteuert und überwacht wird. Natürlich hat diese Entwicklung auch bei der Bahn Einzug gehalten und dient dort neben der Sicherheit auch dem Abbau von Personalkosten. So haben wir uns schon lange daran gewöhnt, das Schranken und Signalanlagen von irgendwo geschaltet werden und es nur noch ganz wenige manuell gesteuerte Schranken gibt.

Dumm ist dann nur, wenn dann mal etwas nicht mehr funktioniert. So sass ich gestern in der Bahn und konnte beobachten, wie der Zugführer vor jeder Überführung anhielt und ausstieg. OK, beim ersten Mal macht man sich noch keine Gedanken, aber spätestens, wenn der Typ zum dritten Mal, immer lauter fluchend an einem vorbei rauscht, kommen einem erste Zweifel.

Ich fragte ihn also mal, was denn hier los  sei und ich konnte in Erfahrung bringen, dass die Schranken nach der Durchfahrt des Zuges schlicht und ergreifend sich nicht mehr öffneten. Grund: Der Computer in der Zentrale war wohl der Meinung, der Zug sei überall auf der Strecke und deshalb waren auch alle Bahnübergänge brav geschlossen. So musste der Zugführer an jedem Bahnübergang  anhalten und mit einem Schlüssel den Bahnübergang wieder frei geben.

Schöne neue Welt. Eigentlich hätte die Dampflok, die gerade in Dortmunder Hauptbahnhof steht, besser zu der gemächlichen Fahrt mit den Stops vor jedem Bahnübergang gepasst, als dieses moderne Dingen mit Klimaanlage.

Wie viele Bahnübergänge es wohl zwischen Dortmund und Enschede gibt?

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