Uni Bibliothek -2-
Als erstes sind die Schließfächer dran. Mal abgesehen davon, dass es einfach zu wenige sind. Bei über 20000 Studenten sind es vielleicht 500 Fächer. Die genaue Zahl habe ich nicht im Kopf, aber die Fächer sind immer chronisch besetzt. Man darf aber natürlich keine Taschen und Jacken in die Bib mitnehmen, das heißt es liegen dutzend Taschen und Jacken im Eingang, ohne Aufsicht. Den Angestellten ist es egal, wie man die Problematik löst. Die Hauptsache ist, sie weisen einen darauf hin, dass man nichts mit hineinnehmen darf. Und dabei sind die Bücher doch alle elektronisch gesichert, wie im Laden. Und da sollte man wie im Laden das auch handhaben. Da darf ich auch die Tasche mitnehmen. Klar kommt dann immernoch etwas abhanden, aber das schafft man in der Bib auch, wenn man das Buch unbedingt haben will. Zumindest hört man immer wieder von Diebstählen.
Eine andere Sache, die mich viel mehr ankotzt, ist die Tatsache, dass ich für die Schließfächer ein 2€ Stück brauche. Wer hat diese dämliche Idee gehabt? Wo ist denn da bitte der Verstand geblieben? Jedes Schließfach, Einkaufswagen, Irgendwas zum Benutzen, was eine Sicherung mittels Münzeinwurf hat, arbeitet mit 1€ Münzen. Das heißt, man hat deswegen immer irgendwie ein 1€ Stück dabei, oft klappen auch 50ct Stücke. Das 2€ Stück hingegen ist nicht gerade häufig im Portemonaie, es hat quasi das 5Mark Stück an der Stelle abgelöst. Aber nun kommt der Clou: NEIN, die Bibangestellten können nicht wechseln (jedenfalls lassen die sich sehr lange bitten, und dann haben die auch nur 1€ Stücke, wenns hoch kommt). Und dabei wäre es echt nicht schwer ein paar Rollen mehr für den Fall der Fälle da zu haben. (Thema Service)
Auf jeden Fall hätte ich den Typen achtkantig rausgeschmissen, der mir ein Angebot vorlegt die Schließfächer durch 2€ Münzen benutzbar zu machen. Keiner kann mir erzählen, dass es das nicht für 1€ Stücke gibt.
Achso, die FH Bib hat vor 1-2 Jahren auch Schließfächer eingeführt, die man mit Münzen abschließen kann. Natürlich ist es da genau der selbe Mist. Aus Fehlern lernen ist total out.
März 20, 2008 um 8:33
In diesem Beitrag sind mir ein paar Bemerkungen aufgefallen, die ich gerne kommentieren
möchte:
“…500 Fächer…”
Die Bibliothek stellt primär Schließfächer für ihre Benutzer zur Verfügung - nicht als Tagesschließfächer für 20.000 Studenten. Wir haben nach Aufstockung in der Zentralbibliothek ca. 600 Fächer, von denen natürlich in Spitzenzeiten - wenn Prüfungen/Klausuren anstehen - fast alle belegt sind. Wir haben aber auch noch Schließfächer vor den Bereichsbibliotheken, die oftmals auch in den “Spitzenzeiten”
noch frei sind.
“…Jacken im Eingang…”
Das muß nicht sein, wenn man sich die Mühe macht und nach freien Schließfächern guckt.
Meinen Kolleginnen und Kollegen ist es natürlich nicht egal. Wir haben nunmal im Aus-
leihzentrum keine Garderobe. Vielleicht eine neue Aufgabe für die “Ganztags-Uni”
“…2€ Stück…”
Man braucht nicht unbedingt ein 2€-Stück. Wir geben im Ausleihzentrum spezielle
Schließfachmünzen aus, die man einfach bei sich hat.
“…nicht wechseln…”
Wer’s unbedingt mit Geldmünzen machen will kann zum Wechselautomaten gehen.
“…achtkantig…”
Das wird es sicher geben, aber für andere Zwecke und mit anderen Zielen.
“…aus Fehlern lernen…”
Daraus folgt, dass es sich bei näherem Hinsehen um ein bewährtes System handelt.
Übrigens bei der Bahn legt man für den “ersten Takt” (24h) 3€ an, die dann aber weg sind.
Kurt Schröder, UB Dortmund
März 20, 2008 um 10:51
Vielen Dank für die Stellungnahme
Wenn ich darf, möchte ich noch etwas dazu schreiben.
zu: “…500 Fächer…”
Natürlich verlange ich keine Schließfächer für 20.000 Studierende. Ich finde aber, es könnten einige mehr sein. Dass der Platz dafür knapp ist, ist mir klar. Und die Fächer der anderen Bereichsbibliotheken zu nutzen, wenn ich in der Zentralbib arbeiten will, erscheint mir nicht als Ausweg.
zu: “…Jacken im Eingang…”
Ich denke, dass derjenige, der die Jacke in den Eingang legt, bestimmt nach einem freien Schließfach geschaut hat. Keiner schmeißt freiwillig seine Jacken irgendwohin, ohne nach einer Alternative geschaut zu haben.
zu: “…2€ Stück…”
Soweit ich weiß kosten diese Schließfachmünzen auch 2€. Und bei solchen Teilen ist es auch wieder so eine Sache, was wenn man die zu Hause liegengelassen hat. Dann steht man wieder da. (ok, sollte man dann nicht vergessen, weil man ja extra sich sowas besorgt hat) Die Ersatzmünzen empfand ich persönlich aber noch nie als einen besonders tollen “Ersatz”.
zu: “…nicht wechseln…”
Die Idee mit dem Automaten finde ich ja auch nicht schlecht und ich hatte mich dazu auch bereits noch geäußert:
http://2und40.wordpress.com/2008/02/14/uni-bibliothek-2-nachtrag/
zu: “…achtkantig…”
ok, ein bischen übertrieben in der Formulierung
zu: “…aus Fehlern lernen…”
Dass es ein bewährtes System ist, hat keiner bezweifelt. Ich moniere nur die Tatsache, dass ich kein anderes PFAND-Schließsystem kenne, dass 2€ benötigt.