Support

Wenn man teure und spezielle Hardware anschafft, überlegt man normalerweise nicht lange, ob man auch gleich ein umfangreiches Supportpaket dazu bestellt. Wir haben es jedenfalls gemacht. Und wie das so ist im Leben, alles läuft wunderbar und wenn man mal eine Frage zu einem Kleinigkeit hat, wird einem auch sofort uns schnell geholfen. So soll es sein, war ja auch nicht ganz billig der Spaß.

Heute meinte der NAS Server mal, das Netzwerk langweile ihn und er beschloss, sich mal komplett aus selbigen zu entfernen. Nun gut, der arme Admin denkt sich: Na toll, Netzwerkkarte kaputt. Nehmen wir halt die andere. Doch Pustekuchen, nix geht. Kabel getauscht, Ports gewechselt. Alles vergebene Liebesmüh.

Aber wozu hat man eine Supportvertrag. Anrufen. Sofort einen an der Leitung gehabt. Der wollte dann auch mal nachschauen, woran das liegen könne. In der Zwischenzeit solle ich doch den Servicebegleitschein ausfüllen und faxen. Dort habe ich dann die üblichen Daten, wie Firma, Name, Telefonnummer, Seriennummer, Rechnungsnummer, Fehlerbeschreibung etc. eingetragen und los gefaxt.

Und jetzt? Abwarten und Tee trinken. Tee ist keiner da, also noch ne Kanne Kaffee aufgesetzt. Nach einer Stunde hab ich dann doch nochmal den Herrn vom Support angerufen, weil sich da nix tat. Und mir hier die ganzen User in den Ohren hängen, wann denn wieder alles laufen würde. Ist ja auch klar, also das einzige, was nicht funktioniert, ist der Fileserver. Alles andere, wie Internet, internes Netz, Exchange, div. Webserver laufen einwandfrei. Aber was sagt der gemeine User: Die Server gehen nicht, das Netz geht nicht, ich kann nicht arbeiten… Haben die nix anderes zu tun? OK, als letzte Woche hier mal großräumiges die gesamte Außenanbindung der Uni ausgefallen ist, konnte ich ja noch nachvollziehen, dass es in heutiger Zeit schwierig ist, ohne E-Mail vernünftig zu arbeiten. Aber jetzt? Alle Daten, die auf dem Fileserver liegen, liegen auch auf einem Backup-Server, da sind die Daten zwar alle schreibgeschützt, aber verfügbar. Kein Grund also, nicht arbeiten zu können und mich hier voll zu heulen.

Zurück zum Thema: Wie gesagt, nach einer Stunde hab ich da wieder angerufen. Der Mann hatte in der Stunde jetzt keine tolle Lösung gefunden. Mal abgesehen davon, ob ich den Server schon mal neu gestartet hätte (Hallo? Ich Winowsadmin. Neustart ist hier Standard, auch wenn auf der Kiste Linux läuft) und die Netzwerkkabel mal überprüft hätte. nachdem das also mal geklärt wäre, kommt die beste Frage: Ob ich ihm mal meine Durchwahl geben könnte, dann würde er sich nochmal melden, nachdem er Rücksprache mit dem Hersteller des Betriebssystem gehalten habe. Durchwahl? Fax? Hmm, ich hab sie ihm mal gegeben und besser nicht gefragt, warum er nicht einfach die vom Fax, welches ich geschickt habe nimmt oder gar die von seinem Telefondisplay. wobei letzteres ja auch mal nicht vorhanden sein könnte.

Nun gut, jetzt warte ich dann mal, was wann als nächstes passiert. Zugesagt wurde mir jetzt, dass entweder er sich “nochmal” meldet oder direkt jemand von den Betriebssystem Onkels. Ich bin gespannt und warte…

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